Mittwochgespräch: Kunst als Heilmittel der Gesellschaft

Joseph Beuys und seine Soziale Plastik
14. November 2018 18:00 Uhr

Mit Dr. Bettina Paust (Bedburg)

 

Der Künstler Joseph Beuys (1921-1986) begann vor dem Hintergrund der rasant zunehmenden Ökonomisierung und Technisierung der westlichen Welt in den 1960er Jahren sein Konzept der „ Sozialen Plastik“ zu formulieren. Er erweiterte dabei den Kunstbegriff auf jeden Menschen und dessen kreative Potentiale, deren Aktivierung zur Behebung gesellschaftlicher Missstände führen sollten. Joseph Beuys inszenierte sich häufig selbst als Revolutionär seines neuen Kunstverständnisses, das die Kunst demokratisiert und ihr gesellschaftliche „Heilkraft“ zuschreibt. Gespeist aus christlichen, anthroposophischen oder schamanistischen Gedanken schuf er seine Vorstellung von Kunst als Motor für gesellschaftliche Veränderungen. Das „mittwochgespräch“ wird die Grundgedanken der „Sozialen Plastik“ von Joseph Beuys vorstellen und deren künstlerische Bedeutung wie gesellschaftliche Relevanz diskutieren.

 

Dr. Bettina Paust, Jahrgang 1962, war lange Jahre Künstlerische Direktorin des Museums Schloss Moylands und des dortigen Joseph Beuys Archivs. Seit dem 01. September 2018 ist sie Leiterin des Kulturbüros in Wuppertal. In zahlreichen Ausstellungen, Forschungsprojekten, Publikationen und Vorträgen sowie in ihrer Lehrtätigkeit an der Heinrich-Heine-Universität und der Kunstakademie Düsseldorf beschäftigt sie sich mit dem Werk und Wirken von Joseph Beuys.

 

3 Euro


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